Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Hören 2016

Das Treffen der Landesreferenten Hören fand vom 10. – 12. März 2016 in Schleswig im Landesförderzentrum für Hörgeschädigte, Georg-Wilhelm-Pfingsten Schule statt. Die Referenten wurden vom Leiter der Einrichtung, Ingo Degener, herzlich begrüßt. Seine Ausführungen über die Historie und derzeitige Situation der Schule waren für alle sehr interessant.

Frau Renate Breduhn, Leiterin der Abteilung für Integrative Beschulung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher in Schleswig Holstein erläuterte anschaulich die Chancen und Herausforderungen der Arbeit im integrativen/ Inklusiven Bereich. Hier werden alle Kinder von Schleswig aus durch Hörgeschädigtenpädagogen betreut. Das Landeszentrum sichert gleichzeitig durch ein umfassendes Kursangebot die intensive Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte an den Allgemeinen Schulen.

Ein Bericht von Inhalten der HV folgte. Susanne Römer wurde als Bundesreferentin Hören wieder gewählt und Frank Brodehl als Stellvertreter neu gewählt.

Die inhaltliche Arbeit am Positionspapier zum Förderschwerpunkt Hören kam zu dem Ergebnis, das es nun dem Bundesvorstand zur Veröffentlichung vorgestellt werden kann.

Gesprächsthema war anschließend, wie die kleinen Fachrichtungen wie Hören und Sehen noch mehr von der politischen Arbeit des Vds profitieren könnten und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden BDH- Bundesverband der Hörgeschädigtenpädagogen und DG – Deutsch Gesellschaft der Hörgeschädigten) zu verwirklichen wären.

Zu diesen Fragen gab es eine gute Gelegenheit mit Frau Angela Ehlers, der Bundesvorsitzenden des VdS, am Samstag zu diskutieren.

Die Berichte aus den Ländern waren wie immer sehr interessant und zeigten viele Facetten der derzeitigen Entwicklungen in den Bildungslandschaften der Länder.

Diese reichen von gelingender Kooperation, bewusster individualisierter Unterstützung Hörgeschädigter im GU bis zu extrem problematischer personeller und Situationen. Das sich verändernde Profil des Berufes der Hörgeschädigtenpädagogen hin zum Berater, Begleiter von Lernprozessen außerhalb der Förderschule, mehrfachbehinderte und auffällige hörgeschädigte Kinder in den Förderschulen sowie der wachsende Anspruch an Kommunikationsunterstützung in inklusiven Settings waren ebenfalls Thema intensiver Gespräche.

Das veranlasst die Gruppe, einen genaueren Blick auf die Situation in Aus- und Weiterbildung in den Ländern zu werfen, um als Verband auf diesem Gebiet wirksam werden zu können.
Die herzliche Aufnahme am Landesbildungszentrum mit dem landschaftlichen und kulinarischen Charme Schleswigs wurde von uns sehr genossen. Gekrönt wurde das inhaltlich anspruchsvolle Programm von einem Besuch des Schlosses Gottdorf mit einer persönlichen Führung durch Harm Paulsen.

Das nächste Treffen ist für 2017 in Bremen geplant.

Angela Kühmel
Landesreferentin
Gotha, 27.08.2016

Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Sprache 2016

Für den Förderschwerpunkt Sprache ist die konsequente Umsetzung der Inklusion schwierig zu gestalten. Häufig werden die Kinder erst sehr spät erreicht und von anderen Auffälligkeiten überschattet.

Damit eine inklusive Beschulung zu positiven Entwicklungen führt, sind gewisse
Rahmenbedingungen unerlässlich. Bei allen Maßnahmen, die Kinder mit Behinderungen betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist. Insofern können die besonderen Bedürfnisse von Schülern mit Sprachstörungen nur dann ausreichend berücksichtigt werden, wenn die Qualität der sprachspezifischen Förderung an dem jeweiligen Lern- bzw. Förderort existiert.

Das Referat Sprache hat sich auch während der Referententagung vom 14.04.2016- 16.04.2016 in Hamburg intensiv mit den Standards Förderschwerpunkt Sprache beschäftigt.
Da Sprache ein zentrales Medium des Lernens und eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, sollten frühzeitig sonderpädagogische Förderangebote ermöglicht werden. Formalsprachliche und kommunikative Fähigkeiten stellen Schlüsselqualifikationen dar und tragen maßgeblich zu einem erfolgreichen Bildungsverlauf bei.
Dem Förderschwerpunkt Sprache kommt dabei die Aufgabe zu, den Entwicklungsbereich der Sprache, des Sprechens, des sprachlichen und kommunikativen Handels durch sonderpädagogische Beratungs- und Unterstütungsangebote zu entsprechen.
Die Referenten setzen sich für eine individualisierte Diagnostik beginnend im vorschulischen Bereich ein.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunk war der fachliche Austausch über den Nachteilsausgleich. Bei Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Sprache erfolgt ein Nachteilsausgleich durch den Abbau möglicher sprachlicher Barrieren und eine Veränderung der äußeren Bedingungen der Leistungserbringung. Ohne die fachlichen Anforderungen geringer zu bemessen, ist bei allen Leistungsanforderungen auf die spezifische Beeinträchtigung der Schülerinnen und Schüler angemessen Rücksicht zu nehmen.

Die nächste Referententagung findet im Mai 2017 mit dem Arbeitsschwerpunkt „Mehrsprachigkeit“ statt.

Monika Drehmann
Landesreferentin

Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Förderschwerpunkt Lernen 2016

Vom 02.06. bis 04.06.2016 fand das jährliche Treffen der Landesre-
ferenten/innen für den Förderschwerpunkt Lernen im LIS (Landesinstitut für Schule) in Bremen statt.

Ein zentrales Anliegen der Arbeitstagung unter der Leitung von Bundesreferent Prof. Dr. Stephan Ellinger, Universität Würzburg, war der vergleichende Blick in die Ent-wicklungen der einzelnen Bundesländer hinsichtlich der Diagnostik, Förderung und Beschulungsmöglichkeiten/-ressourcen von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen. Frau Christiane Einhellinger stellte hierzu erste For-schungsergebnisse ihres Dissertationsprojektes zur (De)Kategorisierung vor.

Am zweiten Arbeitstag fanden Hospitationen an der „Grundschule am Buntentorsteinweg“, Träger des Schulpreises 2015, und der „Roland zu Bremen Oberschule“ statt. Hier bekamen die Landesreferenten/innen Einblicke in die Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichtes in verschiedenen Klassenstufen. Im Anschluss wurden die Eindrücke und Beobachtungen unter der Leitung von Achim Kaschub, Zentrum für unterstützende Pädagogik und Landesreferent Förder-schwerpunkt Lernen des vds-Landesverbandes Bremen, ausgetauscht und kritisch diskutiert.

Der letzte Tag diente dazu, die Standards der sonderpädagogischen Förderung für Förderschwerpunkt Lernen zu aktualisieren und ggf. zu erweitern.
Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Förderschwerpunkt Lernen 2016

Dr. Heike Rosenberger
Landesreferentin

Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen für berufliche Bildung 2016

Vom 19.05. bis 21.05.2016 fand das jährliche Treffen der Landesrefenten und
Landesreferentinnen für berufliche Bildung im Verband Sonderpädagogik in Bayern (BA in Nürnberg und am SPZ in Neumarkt i.d. Oberpfalz) statt.

Innerhalb der drei Tage standen insbesondere länderspezifische Entwicklungen und Erfahrungen bezüglich der Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts und der Gestaltung des Überganges Schule – Beruf für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Mittelpunkt.

Am ersten Arbeitstag stellte Herr Jens Nitschke, Fachbereichsleiter/ Produktent-wicklung Rehabilitation im Geschäftsbereich Rehabilitation und Prävention der Bundesagentur für Arbeit, in einem Impulsreferat aktuell geplante und neu installierte Maßnahmen der Agentur im Reha-Bereich vor. In einer anschließenden Diskussions-runde wurden u.a. Fragen zur Aktualität der Rahmenvereinbarung über die Zusam-menarbeit von Schule und Berufsberatung zwischen der KMK und der BA von 2004, zum Bundesarbeitsmarktprogramm „Initiative Inklusion“, zum Entwurf des Bundesteil-habegesetzes und zu Überlegungen bezüglich der Qualifizierungsbausteine diskutiert.

Vom 20. – 21.05.2016 wurde im Sonderpädagogischen Zentrum Neumarkt, einem FÖZ für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen, emotional soziale Entwicklung und Sprache, ein reger Informationsaustausch zwischen den Referenten_innen der einzelnen Bundesländer geführt und anschließend in drei Arbeitsgruppen intensiv gearbeitet. Unter dem Blickwinkel der Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts und der Integration in Ausbildung und Beruf fand eine kritische Überarbeitung der Qualitätsstandards für den Übergang Schule – Beruf für junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf statt. Des Weiteren wurden Anträge der letzten Hauptversammlungen aktualisiert und Vorschläge für die Weiterentwicklung der bestehenden Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung zwischen der KMK und der BA (2004) erarbeitet.

Am Samstag wurde Gerd Kossow, langjähriger Bundesvorsitzender des Referats Berufliche Bildung, gebührend verabschiedet. Mit großem Engagement und hoher Fachlichkeit hat er das Referat 12 Jahre im vds geleitet.
Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen für berufliche Bildung

Dr. Heike Rosenberger
komm. Landesreferentin

Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Förderschwerpunkt Pädagogik bei Krankheit 2016

Vom 27.-29.04.2016 trafen sich die Landesreferenten zum Förderschwerpunkt Pädagogik bei Krankheit in der Bildungs- und Begegnungsstätte „ Am Luisenpark“ in Erfurt.

Aus 8 Bundesländern waren die Referenten angereist.
Großen Raum nahmen die Berichte aus den Ländern ein. Wieder einmal wurde festgestellt, dass die Organisationsstrukturen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich, manchmal auch in nur sehr unzureichendem Maße vorhanden sind.
In einigen Bundesländern gibt es staatliche Schulen für Kranke, in anderen, wie auch in Thüringen, ist lediglich Unterricht im Krankheitsfall in den drei Hauptfächern gesetzlich verankert.
Unterschiede gibt es weiterhin z.B. bei der Stellenberechnung ( Lehrer- Schüler- Schlüssel), der Gruppenstärke, den Arbeitszeiten ( Präsenzzeit vs. LWS ) verbunden mit der Frage, ob der Lehrer mit allen LWS in der Klinik arbeitet oder weitere Verpflichtungen- z.B. in der Stammschule- hat.

Einig waren sich alle Referenten darüber, dass die Schule für Kranke sich im Umbruch befindet. Sie muss sich auf verschiedene Veränderungen einstellen:

  1. immer kürzere Liegezeiten – d.h. die Schüler sind häufiger längere Zeit zu Hause – wachsende Bedeutung des ambulanten Hausunterrichts
  2. Anstieg des prozentualen Anteils kranker Schüler
    (16 % der Kinder und Jugendlichen haben ein andauerndes chronisches
    Gesundheitsproblem, bei 20% treten psychische Auffälligkeiten auf (vgl. KiGGS-
    Studie)) – wachsender Inklusionsbedarf und Schullaufbahnberatungsbedarf
  3. wachsender Bedarf an prä- und poststationärer Beschulung in der Kinder- und
    Jugendpsychiatrie ( lange Wartelisten, Schwierigkeiten, nach dem Aufenthalt eine Regelschule zu finden)

Bei dem Treffen waren außerdem je eine Vertreterin von SchuPs ( Arbeitskreis Schule und Psychiatrie) und HOPE (Vereinigung der Krankenpädagogen in Europa) anwesend.

SchuPs will sich zunehmend auch Themen aus der Somatik öffnen und Kollegen aus diesem Bereich einbeziehen.

Die aktuellen Themen der HOPE – Tagung in Wien vom 10.-13.05.2016 werden sein: Krankheit, Migration, Mehrsprachigkeit.
In diesem Zusammenhang wird es einen Antrag auf Erweiterung des ersten Satzes der Charta geben:

„Jedes kranke Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf Unterricht im Krankenhaus
oder zu Hause.“ ( HOPE – Charter)*
„unabhängig davon, woher sie kommen“ (Erweiterung)

Abgerundet wurde das Treffen durch einen Besuch der Teilnehmer im Klinikunterricht im HELIOS-Klinikum Erfurt und einem einstündigen Gespräch und Erfahrungsaustausch mit der Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

*Quelle: http://www.hospitalteachers.eu/who/hope-charter/hope-charter_ge

Rückblick auf das vds- Landesreferententreffen

Cathrin Teubert
Kommissarische Landesreferentin Pädagogik bei Krankheit
Thüringen

Bundeshauptversammlung 2015 in Berlin

„Sonderpädagogik – In der Mitte der Gesellschaft“

Unter diesem Motto stand die 47. Bundeshauptversammlung (HV) des vds. Vom 19. bis 21. November 2015 trafen sich 129 Delegierte der Landesverbände in Berlin, um über die zukünftige Ausrichtung der Arbeit des Verbandes zu beraten und diese zu beschließen.

Hauptversammlung

Der Landesverband Thü-ringen wurde von Hubert Nekola, Katrin Behrens, Gisela Langer, Marion Woelk und Dr. Martin Degner (siehe Bild v.l.) vertreten. Dr. Heike Rosenberger und Gudrun Trinks komplettierten als Gastdelegierte die Gruppe.

Den Auftakt der Eröffnung machte die Theatergruppe „Licht und Schatten“, die die Anwesenden auf beeindruckende Weise auf die HV einstimmte. Im Festvortrag „Sonderpädagogik in der Mitte der Gesellschaft – Schülerschaft am Rande der Gesellschaft?!“ widmete sich Prof. Dr. Stephan Ellinger von der UNI Würzburg im Be-sonderen den Schülerinnen und Schülern mit Lernbeeinträchtigungen; sprach über den Umbau von Schulen zu inklusivem Bildungssystemen und stellte aktuelle Forschungsergebnisse vor.
Die Länderberichte waren wieder im Heft 10/2015 der ZfH abgedruckt und standen somit allen Delegierten im Vorfeld zur Verfügung. Zum Thüringer Bericht wurden keine Nachfragen gestellt.
Die Delegiertenmappe enthielt 36 Anträge, die vom Bundesvorstand und den Landesverbänden – in enger Zusammenarbeit mit den Bundes- und Landesreferenten – den Delegierten zur Bearbeitung vorlagen.
Konstruktive und weitreichende Diskussionen fanden unter der Schwerpunktset-zung Verbandsangelegenheiten, Sonderpädagogische Förderung, Soziale und beruflich Eingliederung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung statt. Die durch die Delegierten der Bundeshauptversammlung 2013 in Rostock ins Leben gerufene Arbeitsgruppe „Inklusive Bildung“ hat ihre Arbeit beendet und ein Fazit ihrer Arbeit vorgestellt. Das Ergebnis der Unterarbeitsgruppe war Grundlage eines Antrages zur Satzungsänderung, der durch die Delegierten angenommen wurde. Einige Beschlüsse wurden zur weiteren Bearbeitung an den Bundesausschuss überwiesen.
Auch zur Hauptversammlung in Berlin standen wieder Wahlen an.
Nach acht Jahren als Bundesvorsitzender stellte sich Stephan Prändl nicht noch einmal zur Wiederwahl. Auch der bisherige Bundesgeschäftsführer, Roger Schreiber, schied nach acht Jahren aus seinem Amt.
Beide wurden für ihre – im Ehrenamt geleistete – Arbeit, die sie mit einem sehr ho-hen fachlichen und persönlichen Engagement ausgefüllt haben, herzlich bedankt und unter viel Applaus verabschiedet.

Als Nachfolgerin in das Amt der Bundesvorsitzenden wurde mit großer Mehrheit Dr. Angela Ehlers gewählt. Mit Dr. Angela Ehlers steht erstmals in der 117-jährigen Ge-schichte des Verbandes eine Frau an der Spitze. Die bisherige Bundespressereferentin Marianne Schardt wurde als Bundesgeschäftsführerin gewählt. Auch in diesem Verbandsamt ist sie die erste Frau. Wir gratulieren ihnen und allen Neu- und Wiedergewählten und wünschen ihnen alles Gute.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Landesverband Berlin als Gastgeber.

Die Ausrichtung der 48. Bundeshauptversammlung wurde nach Thüringen vergeben. Sie wird vom 16. bis 18. November 2017 im Hotel Raddison Blue in Erfurt stattfinden.

Gisela Langer

Salzmann-Preis 2015 für Hubert Nekola

Salzmannpreis 1Am 23. November 2015 wurde unser Gründungsmitglied, der 2. Vorsitzende des LV Thüringen e.V. der Jahre 1990 bis 2014 und Landesreferent für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Hubert Nekola, als einer von 10 Preisträgern durch die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Frau Dr. Birgit Klaubert, in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt mit dem Salzmann-Preis des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Salzmannpreis 2Die unabhängige Jury ist damit dem Vorschlag unseres Verbandes gefolgt. Das macht uns sehr stolz. In der Laudatio betonte Frau Ministerin unter anderem. „Er beteiligte sich seit 1990 an der Umwandlung der rehabilitations-pädagogischen Fördereinrichtungen in Schulen für geistig Behinderte, wodurch die Kinder und Jugendlichen, die in der DDR als nicht schulbildungsfähig galten, die Schule besuchen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.“ (Quelle: Homepage TMBJS unter Bildung/Informationen)

Salzmannpreis 3Der Preis wird seit 2012 an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Bildungsbereich besonders verdient gemacht haben und ist der Nachfolger des Meister-Eckhart-Briefes.

Rückblick auf das vds-Landesreferententreffen Förderschwerpunkt Lernen 2015

Vom 24.- 26.09.2015 trafen sich die Landesreferenten im Förderschwerpunkt Lernen im Studienseminar Hannover zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen.

Schwerpunkt-setzungen waren neben der Darstellung des Forschungsprojektes von Christine Einhellinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Würzburg, insbesondere der fachliche Austausch über den Stand der Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern.

Fragen wie: Wer ist eigentlich der Personenkreis im Förderschwerpunkt Lernen, Wie unterscheidet sich die Herangehensweise an die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Lernen?, Welche länderspezifischen Besonderheiten lassen sich bei der Festlegung bzw. Wahl des Förderortes erkennen und woran liegen diese z.T. sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen? wurden von den elf Teilnehmern unter der Moderation von Prof. Dr. Stephan Ellinger an den ersten beiden Arbeitstagen sehr rege diskutiert.

Mit Blick auf die Frage nach der Professionalität im Förderschwerpunkt Lernen stellte Frau Einhellinger anschließend einen kurzen Abriss der Geschichte der Sonderpädagogik bis zu den gegenwärtigen Tendenzen und Herausforderungen an das (Sonder)Schulsystem dar. Auf Grund des intensiven Austausches zwischen den Vertretern der einzelnen Bundesländern kam am letzten Arbeitstag leider der Input von Prof. Dr. Ellinger zu den Ergebnissen einer Umfrage unter Lehramtskandidatinnen und –kandidaten: Wie sind besonders gute Lehrerinnen und Lehrer? zu kurz.

Fotos L-Referat

Tag der individuellen Förderung / Mitgliederversammlung 2014

Herzlich wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 29. September 2014 in der Freien Schule „Am Park“ in Sollstedt (HPZ Wülfingerode) empfangen. Die Schule, die sich in der Trägerschaft des JugendSozialwerk Nordhausen befindet, präsentierte sich als hervorragender Gastgeber. Der Leitung, dem Kollegium sowie den Schülerinnen und Schüler gilt mein herzlicher Dank.

Der Tag der individuellen Förderung wird im zweijährigen Rhythmus durchgeführt. Auch in diesem Jahr konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ein breites Angebot an Vorträgen und Workshops einwählen. So standen Vertreterinnen des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zu Fragen zum „Thüringer Konzept zur Qualitätssicherung in den Bereichen des Lern- und Leistungsverhaltens, der Sprache sowie der emotionalen und sozialen Entwicklung“ zur Verfügung. Das weitere Workshopangebot erstreckte sich über „Kooperatives Lernen“, „Fördern und Stärken von Schülern mit AD(H)S im Unterricht“, Informationen über „Zerebral bedingte Sehstörungen“ bis hin zur Praxisorientierung in handwerklichen und kreativen Bereichen.

Am Nachmittag fand die turnusmäßige Mitgliederversammlung statt. Die Mitglieder erhielten einen Einblick in die Arbeit des Vorstandes und der Landesreferenten.

Die vom Vorstand zur Bearbeitung vorgelegten Anträge waren allen Mitgliedern mit der Einladung zugegangen. Nach ausgiebiger, sachkundiger Debatte wurden die vorgelegten Anträge mit Änderungen angenommen:

Antrag 1:

„Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand, sich gegenüber dem für die Hochschulen zuständigen Ministerium und der Universität Erfurt aufzufordern, die fachliche Ausbildung in den sonderpädagogischen Fachrichtungen Pädagogik bei Beeinträchtigung in Sprache und Kommunikation, Pädagogik bei Beeinträchtigung in körperlicher und motorischer Entwicklung, Pädagogik bei Beeinträchtigung im Sehen und Pädagogik bei Beeinträchtigung im Hören in der 1. Phase der Lehrerausbildung in Thüringen (nicht nur als inklusive Module) abzusichern.“

Antrag 2:

„Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand, sich gegenüber dem für die Hochschulen zuständigen Ministerium und den Studienstätten dafür einzusetzen, dass die im Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG) für alle Lehramtsstudiengänge vorgeschriebenen „… grundlegenden Kenntnisse in Sprecherziehung sowie „ für das jeweils angestrebte Lehramt „relevante Kenntnisse aus der Förder- und Sozialpädagogik“ als verpflichtende Inhalte gelehrt werden. Aus Sicht des vds sind dies insbesondere folgende Themen:

  • Prozessbegleitung im Gemeinsamen Unterricht
  • Methodik und Didaktik im Gemeinsamen Unterricht
  • Struktur und Aufgaben der Unterstützungssysteme der Staatlichen Schulämter
  • Kommunikation und Zusammenarbeit im Gemeinsamen Unterricht

Diese Inhalte sollten nicht als eigenständige Module sondern immanent im Lehramtsstudium gelehrt werden.“

Antrag 3:

„Der Vorstand wird beauftragt, sich bei dem für Bildung zuständigem Ministerium dafür einzusetzen, dass die Ausbildung der Lehramtsanwärter (LAA) für das Lehramt für Förderpädagogik in der 2. Phase verändert und damit die Anforderungen an die veränderten Einsatzmöglichkeiten für Förderpädagogen im Unterricht besser angepasst wird.

In den Fachrichtungen Geistige Entwicklung, Sehen, Körperliche und motorische Entwicklung und Hören sollten die LAA im ersten Jahr in einem entsprechendem Förderzentrum eingesetzt werden, um die verschiedenen Behinderungsformen kennen zu lernen und passende Unterrichtangebote zu erproben. Erst danach sollten die LAA im Gemeinsamen Unterricht eingesetzt werden.“

Unser 2. Vorsitzender, Hubert Nekola, trat nach 24 Jahren nicht zur Wiederwahl an. Ich bedanke mich im Namen des gesamten Vorstandes und der Mitglieder des Landesausschusses bei Hubert Nekola für sein unermüdliches Tun für den Verband Sonderpädagogik auf Landes- und auf Bundesebene. Viele Beschlüsse tragen seine Handschrift. In Seminaren, Fachtagungen, Fortbildungen und Kongressen brachte er sein Wissen und Können ein. Er vertrat den Verband in verschiedenen Arbeitsgruppen, Im Arbeitskreis Sonderpädagogische Förderung, im Beirat und im Ombutsrat.

Hubert Nekola initiierte nach der politischen Wende die Wiedergründung des vds- Landesverbandes Thüringen e. V.. Im Dezember 1990 war es soweit. Die Gründungsversammlung fand im Festsaal der Thüringischen Staatskanzlei in Erfurt statt. Hubert Nekola wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Heute gibt er dieses Ehrenamt nun zurück. Als Landesreferent für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird er weiterhin im Landesausschuss mitarbeiten.

Ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit als Landesreferent für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung sagen wir Klaus Scheuermann. Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Verbandsarbeit tritt Klaus Scheuermann nicht zur Wiederwahl an. In seine Amtszeit fiel bspw. die Erstellung der Sonderpädagogischen Standards. Als Mitglied des Bundesreferates hat er hier seine ganze Erfahrung auf diesem Gebiet eingebracht. Wir wünschen ihm alles Gute.

Nach der Vorlage der Berichte des Vorstandes, der Kassenführerin und der Vorlage der Ergebnisse der Kassenprüfung wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Für die turnusgemäß zu besetzenden Positionen wurden folgende Personen gewählt:

2. Vorsitzender: Dr. Martin Degner

Kassenführerin: Marion Woelk

Landesreferentinnen:

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung:                Rosemarie Jobst
  • Referentin für Ganztagsförderung:        Katrin Behrens
  • Lernen                                                         Dr. Heike Rosenberger
  • körperliche motorische Entwicklung:     Katja Bieritz
  • Sehen:                                                         Angelika Türpe

Auf Vorschlag der neu gewählten Landesreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung wurde Mandy Thieme als ihre Stellvertreterin bestätigt.

Petra Simon und René Jedrischewski wurden als Kassenprüfer gewählt.

Auf der Hauptversammlung im November 2015 in Berlin wird unser Landesverband neben der Landesvorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden und der Kassenführerin von den Delegierten Hubert Nekola (Erfurt), Adriane Rader (Jena), Dr. Heike Rosenberger (Blankenhain) und Mandy Thieme (Schleiz) vertreten. Als Gastdelegierte wurde Katrin Behrens (Weimar) gewählt.